Fahrzeugbrand im Tunnel: Sechs Insassen flüchten durch Querschlag in die Gegenröhre

(Ambergtunnel, Vorarlberg). Am 01. November 2026 gegen 02.50 Uhr geriet ein Lkw (Fiat Ducato) im Ambergtunnel in Fahrtrichtung Tirol aufgrund eines technischen Defekts in Brand.

Alle sechs Insassen des Lkw konnten sich über einen Querschlag in die bereits gesperrte Gegenröhre begeben und den Tunnel selbstständig verlassen. Bei der medizinischen Erstabklärung wurden keine Verletzungen festgestellt.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Ambergtunnel, Fahrtrichtung Tirol.
  • Zeitpunkt: Sonntag, 1. November 2026, gegen 02:50 Uhr.
  • Ursache: Ein technischer Defekt löste den Brand eines Fiat Ducato aus.
  • Insassen: Alle sechs Personen verließen den Tunnel selbstständig über einen Querschlag und die gesperrte Gegenröhre. Bei der Erstabklärung wurden keine Verletzungen festgestellt.
  • Schäden: Totalschaden am Lkw; Motorraum und Fahrerkabine brannten vollständig aus. Die Fahrbahn wurde leicht beschädigt. Weitere Tunnelschäden werden untersucht.
  • Sperre: Ab 02:51 Uhr in beiden Richtungen. Die Oströhre wurde um 04:36 Uhr freigegeben; Richtung Tirol war ab 05:19 Uhr eine Spur und ab 05:50 Uhr waren beide Spuren offen.
  • Einsatzkräfte: Feuerwehr, Rettung, Polizei und ASFINAG.

Am Lkw entstand Totalschaden. Motorraum und Fahrerkabine brannten vollständig aus. An der Fahrbahn wurden leichte Beschädigungen festgestellt. Das weitere Schadensausmaß im Tunnel ist Gegenstand weiterer Erhebungen.

Der Ambergtunnel war ab 02:51 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Oströhre konnte um 04:36 Uhr wieder freigegeben werden. Die Fahrtrichtung Tirol wurde um 05:19 Uhr zunächst einspurig und ab 05:50 Uhr wieder zweispurig für den Verkehr freigegeben.

Im Einsatz standen:

  • Feuerwehren Rankweil und Frastanz mit sieben Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften
  • Rettung mit einem Notarzteinsatzfahrzeug, vier Rettungswagen und 15 Einsatzkräften
  • Autobahnpolizeiinspektionen Dornbirn und Bludenz sowie Polizeiinspektion Götzis mit drei Fahrzeugen und sechs Bediensteten
  • ASFINAG mit drei Fahrzeugen und drei Mitarbeitern

 

Quelle: LPD Vorarlberg
Bildquelle: Symbolbild © My Friend – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15511709


Polizei.news informiert | Fahrzeugbrand im Tunnel

Bei Rauch im Tunnel: Menschen retten, nicht das Fahrzeug

Ein Fahrzeugbrand im Tunnel verlangt schnelles Handeln. Bei starker Rauchentwicklung hat die Flucht über die gekennzeichneten Rettungswege Vorrang.

1. Fahrzeug verlassen und Zufahrt freihalten

Ist eine sichere Ausfahrt nicht mehr möglich, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie das Fahrzeug möglichst am rechten Fahrbahnrand oder in einer Pannenbucht ab. Motor abstellen, Schlüssel stecken lassen und das Fahrzeug sofort verlassen. Behindern Sie die Zufahrt der Einsatzkräfte nicht.

2. Notrufeinrichtungen nutzen

Nutzen Sie die Notrufstation oder die SOS- beziehungsweise Brandmeldetaste, sofern diese gefahrlos erreichbar ist. Die fest installierten Einrichtungen ermöglichen eine genaue Zuordnung des Notrufstandorts. Verzögern Sie dafür nicht die notwendige Flucht vor Rauch.

3. Den gekennzeichneten Fluchtwegen folgen

Verlassen Sie bei starker Rauchentwicklung den Gefahrenbereich unverzüglich über die ausgewiesenen Fluchtwege. Grün-weiße Hinweistafeln zeigen Richtung und Entfernung an. Helfen Sie anderen, soweit dies ohne eigene Gefährdung möglich ist, und beachten Sie die Anweisungen des Tunnelpersonals.

Gut zu wissen: Eine Notrufnische ist kein Schutzraum vor Feuer und Rauch. Sie darf nicht mit einem gekennzeichneten Notausgang verwechselt werden.

Praktischer Tipp: Achten Sie schon bei der Einfahrt auf Fluchtwegschilder und Notrufeinrichtungen. So können Sie sich im Ernstfall schneller orientieren.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion