Beim Online-Verkauf von Kleidung betrogen: 58-Jährige gibt Überweisungen an Betrüger frei

(Zirl, Tirol). Eine unbekannte Täterschaft kontaktierte am 31.10.2026 zwischen 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr eine 58-jährige Österreicherin aus Zirl, welche über eine Internetplattform Bekleidung verkaufte.

Nach einem Verkaufsgespräch über einen Messengerdienst, erhielt das Opfer einen Link um ein Video der Bekleidung für den Kaufinteressenten hochzuladen.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Betroffene: Eine 58-jährige Österreicherin aus Zirl
  • Zeitpunkt: Samstag, 31. Oktober 2026, zwischen 18:00 und 19:00 Uhr
  • Ausgangspunkt: Die Frau bot Bekleidung über eine Internetplattform zum Verkauf an.
  • Vorwand: Über einen zugesandten Link sollte sie ein Video der Kleidung für einen Kaufinteressenten hochladen.
  • Ablauf: Über den Link wurden Daten ausgespäht. Die Frau bestätigte anschließend mehrfach Authentifizierungsanfragen ihrer Bank, weil sie von einem Fehler ausging.
  • Schaden: Mehrere Überweisungen in einem insgesamt mittleren fünfstelligen Eurobereich wurden freigegeben.

Über diesen Link wurden jedoch Daten des Opfers ausgespäht.

Anschließende Authentifizierungsanfragen der Bank wurden mehrmals vom Opfer bestätigt, da es von einem Fehler ausging. Dadurch wurden mehrere Überweisungen in einem insgesamt mittleren fünfstelligen Eurobereich freigegeben.

 

Quelle: LPD Tirol
Bildquelle: Symbolbild © Yuliya Taba/iStock.com


Polizei.news informiert | Phishing beim Online-Verkauf

Ungewöhnliche Bankfreigabe beim Verkauf? Vorgang sofort unterbrechen

Auch Verkäuferinnen und Verkäufer können Ziel von Phishing werden. Ein vermeintlicher Kaufinteressent kann einen harmlosen Anlass vorschieben, um auf eine gefälschte Internetseite zu führen und vertrauliche Daten abzugreifen.

1. Zugesandten Links nicht blind vertrauen

Rufen Sie die Verkaufsplattform über die bekannte App oder ihre selbst eingegebene Internetadresse auf. Geben Sie keine Bankzugangsdaten auf einer Seite ein, zu der Sie ein unbekannter Kontakt geschickt hat.

2. Jede Freigabe inhaltlich prüfen

Lesen Sie in der offiziellen Banking-App genau, welcher Vorgang bestätigt werden soll. Kontrollieren Sie bei Zahlungen Betrag und Empfänger. Bestätigen Sie keine unerwarteten Anfragen und wiederholen Sie Freigaben nicht allein wegen einer behaupteten Fehlermeldung.

3. Nach Datenweitergabe sofort handeln

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Bank über einen bekannten Kontaktweg. Lassen Sie betroffene Zugänge oder Karten sperren und klären Sie, ob Überweisungen noch gestoppt werden können. Ändern Sie preisgegebene Passwörter und erstatten Sie bei einem Schaden Anzeige bei der Polizei.

Gut zu wissen: Eine echte Bankanfrage kann Teil einer Betrugsmasche sein: Kriminelle können mit ausgespähten Daten einen Vorgang auslösen und das Opfer dazu bringen, ihn selbst freizugeben.

Praktischer Tipp: Sichern Sie Nachrichtenverlauf, Internetadresse und Zahlungsinformationen für Bank und Polizei. Screenshots können helfen, den Ablauf nachvollziehbar zu dokumentieren.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion