(Liezen, Steiermark). Montagnachmittag, 2. November 2026, wurde ein 45-jähriger Baggerfahrer von einer gerissenen Kette getroffen und schwer verletzt.
Gegen 13:50 Uhr war der 45-Jährige aus dem Bezirk Liezen mit Verladearbeiten auf einem Lagerplatz beschäftigt.
Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Unfallort: Ein Lagerplatz in Liezen
- Zeitpunkt: Montag, 2. November 2026, gegen 13:50 Uhr
- Arbeiten: Zwei Männer wollten einen Radlader mithilfe zweier Bagger auf eine Transportvorrichtung ziehen
- Unfall: Die verwendete Kette riss, schnellte zurück und durchschlug die Scheibe einer Fahrerkabine
- Verletzter: Ein 45-jähriger Baggerfahrer wurde schwer verletzt und nach erster Versorgung im LKH Rottenmann-Bad Aussee per Rettungshubschrauber ins LKH Graz geflogen
- Weitere Maßnahmen: Das zuständige Arbeitsinspektorat wurde verständigt
Zurückschnellende Kette trifft Fahrer in der Kabine
Ersten Erhebungen zufolge wollten er und ein Arbeitskollege einen Radlader mithilfe zweier nebeneinanderstehender Bagger auf eine Transportvorrichtung ziehen. Dabei riss plötzlich die verwendete Kette und schnellte zurück. Sie durchschlug die Scheibe der Fahrerkabine und traf den 45-Jährigen.
Schwerverletzter mit Rettungshubschrauber nach Graz geflogen
Der Arbeitskollege verständigte umgehend die Rettungskräfte und brachte den Schwerverletzten zunächst selbstständig in das LKH Rottenmann-Bad Aussee. Von dort wurde der 45-Jährige aufgrund seiner schweren Verletzungen vom Rettungshubschrauber in das LKH Graz geflogen.
Das zuständige Arbeitsinspektorat wurde verständigt.
Quelle: Landespolizeidirektion Steiermark
Bildquelle: Symbolbild © Erich Karnberger/iStock.com
Polizei.news informiert | Arbeiten mit Zugmitteln
Ketten und Seile unter Zug: Gefahrenbereich freihalten
Beim Ziehen schwerer Fahrzeuge wirken erhebliche Kräfte auf Zugmittel und Befestigungspunkte. Ein Versagen kann zu gefährlich zurückschnellenden Teilen führen.
1. Geeignete Zugmittel auswählen
Verwenden Sie ausschließlich für den vorgesehenen Einsatz geeignete und ausreichend bemessene Zugmittel. Beachten Sie die Herstellerangaben zu Fahrzeug, Verbindungsmitteln und zulässigen Belastungen.
2. Zustand und Anschlagpunkte prüfen
Kontrollieren Sie die eingesetzten Mittel vor Gebrauch auf erkennbare Schäden. Befestigen Sie Zugmittel nur an den vom Fahrzeughersteller dafür vorgesehenen Anschlagpunkten.
3. Gefahrenbereich sichern
Während des Zugvorgangs dürfen sich keine Personen im Gefahrenbereich der gespannten Zugmittel aufhalten. Legen Sie den Arbeitsablauf und die erforderliche Absicherung vor Beginn fest.
Gut zu wissen: Nicht nur das Zugmittel selbst, sondern auch seine Verbindungen und Befestigungspunkte müssen den auftretenden Kräften standhalten.
Praktischer Tipp: Beschädigte Zugmittel aussortieren und bei unklarer Eignung vor dem Einsatz fachkundige Unterstützung hinzuziehen.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion