(B78, Steiermark). Samstagnachmittag, 31. Oktober 2026, kollidierte ein Pkw auf der B78 frontal mit einem entgegenkommenden Traktor.
Drei Personen wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer.
Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Unfallort: B78, Steiermark
- Zeitpunkt: Samstag, 31. Oktober 2026, gegen 14:30 Uhr
- Unfallhergang: Frontalzusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Traktor
- Beteiligte: Pkw-Lenker (63), Beifahrerin (55) und Traktorlenker (42)
- Verletzte: Zwei Schwerverletzte und ein Leichtverletzter
- Rettungseinsatz: Feuerwehr befreite eingeklemmten Autofahrer; Rettungshubschrauber C17 transportierte die Beifahrerin ins Krankenhaus
- Verkehrsbehinderung: Vollsperrung der B78 von 14:28 Uhr bis 17:00 Uhr
- Unfallursache: Bislang ungeklärt
Autofahrer gerät auf Gegenfahrbahn – Frontalzusammenstoß
Gegen 14:30 Uhr war ein 42-jähriger Traktorlenker auf der B78 in Richtung Zeltweg unterwegs, während ein 63-jähriger Autofahrer in die entgegengesetzte Richtung nach Weißkirchen fuhr. Auf dem Beifahrersitz des Pkw befand sich eine 55-jährige Frau. Zeugenaussagen zufolge geriet der 63-Jährige in einer leichten Rechtskurve aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit dem entgegenkommenden Traktor zusammen.
Feuerwehr befreit eingeklemmten Autofahrer – Rettungshubschrauber im Einsatz
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw-Lenker im Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten den Mann aus dem Wrack. Nach der Erstversorgung lieferte das Rettungsteam den 63-Jährigen mit schweren Verletzungen in das LKH Judenburg ein. Seine 55-jährige Beifahrerin erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Der Rettungshubschrauber C17 flog sie in das LKH Graz. Der 42-jährige Traktorlenker erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst ebenfalls in das LKH Judenburg gebracht.
B78 nach schwerem Unfall für mehrere Stunden gesperrt
Die B78 war für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten im Bereich der Unfallstelle von 14:28 Uhr bis 17:00 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt.
Quelle: LPD Steiermark
Bildquelle: Symbolbild © Spitzt-Foto/iStock.com (bearbeitet)
Polizei.news informiert | Sicherheit auf Landstraßen
Frontalunfälle auf Landstraßen: Warum sie so gefährlich sind und was Autofahrer beachten sollten
Frontalzusammenstöße zählen zu den besonders gefährlichen Verkehrsunfällen. Treffen zwei Fahrzeuge aus entgegengesetzten Richtungen aufeinander, können erhebliche Kräfte auf die Insassen wirken. Gerade auf Landstraßen ohne bauliche Trennung der Fahrtrichtungen kommt es deshalb auf vorausschauendes Fahren, ausreichenden Abstand zur Fahrbahnmitte und eine angepasste Geschwindigkeit an.
1. Besonders aufmerksam durch Kurven fahren
Auch vermeintlich leichte Kurven erfordern eine sorgfältige Anpassung der Geschwindigkeit und eine sichere Spurführung. Wer eine Kurve zu eng nimmt oder unbeabsichtigt über die Fahrbahnmitte gerät, kann den Gegenverkehr gefährden. Besonders wichtig ist deshalb, innerhalb des eigenen Fahrstreifens zu bleiben und die Geschwindigkeit den Sicht- und Straßenverhältnissen anzupassen.
2. Begegnungen mit Traktoren richtig einschätzen
Landwirtschaftliche Fahrzeuge unterscheiden sich häufig deutlich von gewöhnlichen Pkw. Ihre Abmessungen, das Fahrverhalten und mögliche Anbaugeräte müssen beim Vorbeifahren und bei Begegnungen berücksichtigt werden. Autofahrer sollten insbesondere auf schmalen Straßen genügend seitlichen Abstand einhalten und bei unübersichtlicher Verkehrslage die Geschwindigkeit rechtzeitig reduzieren.
3. Unfallstelle absichern und Rettungskräfte alarmieren
Wer zu einem schweren Verkehrsunfall kommt, sollte zunächst auf die eigene Sicherheit achten. Nach Möglichkeit ist die Unfallstelle mit Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreieck abzusichern. In Österreich ist die Rettung über 144 und die Polizei über 133 erreichbar. Beim Notruf sind insbesondere der Unfallort, die Zahl der Verletzten und erkennbare Gefahren wichtig.
4. Eingeklemmte Unfallopfer brauchen professionelle Hilfe
Nach schweren Kollisionen können Fahrzeugteile so stark verformt sein, dass Insassen das Fahrzeug nicht selbstständig verlassen können. Die technische Rettung erfolgt dann durch entsprechend ausgerüstete und ausgebildete Einsatzkräfte. Ersthelfer sollten keine gefährlichen Befreiungsversuche unternehmen, sondern den Notruf verständigen, die Situation beobachten und den Anweisungen der Leitstelle folgen. Besteht eine unmittelbare Lebensgefahr, können zusätzliche Rettungsmaßnahmen erforderlich sein, sofern sie ohne erhebliche Eigengefährdung möglich sind.
Gut zu wissen: Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden muss in Österreich unverzüglich Erste Hilfe geleistet oder Hilfe herbeigeholt werden. Auch die Verständigung der Polizei gehört zu den gesetzlichen Pflichten der Unfallbeteiligten.
Praktischer Tipp: Reduzieren Sie vor unübersichtlichen Kurven rechtzeitig das Tempo und rechnen Sie stets mit entgegenkommenden Fahrzeugen. Halten Sie ausreichend Abstand zur Fahrbahnmitte und vermeiden Sie jede Ablenkung während der Fahrt.
Weitere Informationen: Das Österreichische Rote Kreuz bietet praktische Erste-Hilfe-Anleitungen und Hinweise zur Absicherung von Unfallstellen. Das österreichische Behördenportal informiert über die gesetzlichen Pflichten nach Verkehrsunfällen.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion