(Ehrwald, Tirol). Am 01.11.2026, gegen 01.30 Uhr, stiegen ein 21-jähriger Deutscher (Bayern) und eine 17-jährige Deutsche (Baden-Württemberg) von Ehrwald kommend in Richtung Zugspitze auf.
Sie wählten die Route über den Klettersteig «Stopselzieher» und kamen aufgrund des Wetters in eine alpine Notlage, auf eine Höhe von ca. 2500 Meter.
Polizei.news | Österreich | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Route: Von Ehrwald über den Klettersteig „Stopselzieher“ in Richtung Zugspitze
- Aufstieg: Sonntag, 1. November 2026, gegen 01:30 Uhr
- Betroffene: Ein 21-jähriger Deutscher aus Bayern und eine 17-jährige Deutsche aus Baden-Württemberg
- Notlage: Wetterbedingt auf etwa 2500 Metern Höhe; teilweise kniehoher Schnee machte das Weitergehen zu gefährlich.
- Trennung: Der Mann stieg talwärts ab, während die Jugendliche den Notruf tätigte.
- Rettung: Sieben Einsatzkräfte der Bergrettung Ehrwald gingen von der Bergstation talwärts. Später war eine Bergung mit dem Polizeihubschrauber möglich.
- Untersuchung: Die 17-Jährige wurde ins Klinikum Garmisch gebracht und konnte es nach der Erstuntersuchung unverletzt verlassen.
Teilweise versanken sie im kniehohen Schnee und ein Weitergehen erschien für die Beiden zu gefährlich. Die befreundeten trennten sich, wobei er talwärts abstieg und sie den Notruf tätigte.
Eine Hubschrauber Bergung war vorerst aufgrund der Wetterlage nicht möglich, weshalb die Bergrettung Ehrwald mit 7 Mann von der Bergstation Zugspitzbahn talwärts ging.
Die Deutsche konnte schließlich doch mit dem Polizeihubschrauber geborgen und mit der Rettung ins Klinikum Garmisch verbracht werden. Durch die schnelle Bergung konnte Alpinistin nach der Erstuntersuchung die Klinik wieder verlassen und war unverletzt.
Quelle: LPD Tirol
Bildquelle: Symbolbild © Jozsef Soos/iStock.com
Polizei.news informiert | Sicherheit am Klettersteig
Schnee und Kälte: Aktuelle Verhältnisse entscheiden über die Tour
Für eine sichere Klettersteigtour müssen Schwierigkeit, Wetter, Verhältnisse und Ausrüstung zusammenpassen. Regen, Nässe und Kälte erhöhen das Sturzrisiko. Schnee kann außerdem Schäden an Sicherungsanlagen verursachen.
1. Zu- und Abstieg vollständig planen
Informieren Sie sich vor dem Start über Schwierigkeit, Länge, Zu- und Abstieg sowie die aktuellen Wetter- und Wegverhältnisse. Passen Sie das Ziel dem Können und der Kondition aller Gruppenmitglieder an.
2. Sicherheits- und Notfallausrüstung mitnehmen
Zum Klettersteig gehören Klettergurt, geeignetes Klettersteigset und Helm sowie deren korrekte Anwendung. Für Notfälle sind Mobiltelefon und Erste-Hilfe-Paket wichtig. Wetterschutz, Biwaksack und Stirnlampe sollten bei der Tourenplanung ebenfalls berücksichtigt werden.
3. In einer Notlage den Standort genau nennen
In Tirol erreichen Sie die Bergrettung über den Alpinnotruf 140, alternativ über den Euronotruf 112. Nennen Sie den genauen Standort, die Zahl der Betroffenen sowie Wetter- und Sichtbedingungen. Koordinaten oder eine genaue Ortsbeschreibung mit Höhenangabe erleichtern die Suche.
Gut zu wissen: Eine Hubschrauberrettung ist nicht bei jedem Wetter möglich. Gefährliche Bedingungen können einen Einsatz verzögern oder einen bodengebundenen Rettungsweg erforderlich machen.
Praktischer Tipp: Üben Sie vor der Tour, Ihren Standort am Smartphone abzulesen. Bleiben Sie nach dem Notruf für Rückfragen erreichbar und sparen Sie Akku.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion